Die seit 1528 gepredigte Reformation verbreitet sich schnelle über den größten Teil des Vivarais. Die Religionskriege, das Edikt von Nantes, die Belagerung von Privas 1629 konzentrierten und konsolidierten auch die Ansiedelung des Protestantismus.
Nach der Widerrufung 1685 hielt sich der Protestantismus in fünf Regionen : das Haut-Vivarais, das Plateau von Vernoux, les Boutières, die Gegend von Privas und das Bas-Vivarais (Vallon, Lagorce, Vals, les Vans). Während der Zeit der ‚Wüste' dauerte der Eiderstand der Protestanten, der oft nicht gewaltsam war, vier Generationen. Die Gewissensfreiheit wird mit der Verkündigung der Menschen- und Staatsbürgerrechte 1789 erlangt. Der Wiederaufbau der Kirchen im 19. Jahrhundert bestätigt die Anerkennung des Protestantismus in der Ardèche.
Hugenottisches Erbe in der Ardèche hat mittlerweile mehr als 40 Wanderungen und Ausflüge zu den Stätten des hugenottischen Andenkens organisiert, an denen alle teilnehmen können.
Die Schönheiten der oft wenig bekannten Landschaften, die Beschreibung und Kommentare der Ereignisse, die sich an den besichtigten Stätten abspielten, machen einen lebendigen Zugang zur Identität der hugenottischen Bevölkerung möglich.
Viele Vorträge und Studien, ein eintägiges Kolloquium, die Herausgabe von « chemins huguenots de l'Ardèche », Teile von Archiven, Berichte über Ausfküge und die Neuauflage von« Protestantisme en Vivarais et en Velay » von S. Mours sind das Ergebnis der Arbeit eines ganzen Teams.