Saintes
Ab 1555-1563 vervielfachen sich die protestantischen Gemeinden, besonders in Saintes dank Bernard Palissy, der sich dort 1542 als Glasermeister niedergelassen hat, und dank Pastor Philippe Hamelin. 1546 wird Nicole Maurel, ein ehemaliger Cölestiner und Regent des Kollegiums von Guyenne dort gefoltert.
Saint-Jean-d’Angely ist ein protestantischer Sicherheitsort, der 1569 von Karl IX. belagert wird. In der Nähe von Saint-Jean-d’Angely gibt es noch hugenottische Inschriften in Coivert (Wohnung von Tabarit) und in der Scheune von Villeneuve-de-Mazeray.
In Soubise ist das heutige Rathaus das ehemalige Haus von Catherine de Parthenay, der Gattin von René II. von Rohan.
In Saint-Germain-de-Soudre findet sich im Schloss Roussillon noch eine biblische Inschrift über dem Eingangstor.
Im 17. Jahrhundert zählt man protestantische Gemeinden in Marans, Surgéres, aber auch auf der Ile de Ré, der Ile d’Oleron, in Rochefort, Marennes, la Tremblade, Pons, Barbezieux, Jonzac…
Brouage
Der wichtigste Salzhafen dient Richelieu als Stützpunkt während der Belagerung von La Rochelle. Der Ort dient als Gefängnis für die Reformierten. Heute kann man noch Graffitis in der Schmiede (Gefängnis) sehen, darunter das von Marguerite Rivet.
Die Aufhebung des Ediktes von Nantes hat massive Abzüge zur Folge (etwa 24 000). Geheime Versammlungen werden organisiert, besonders rund um Arvert und haben Verfolgungen für „Verbrechen von Versammlungen“ zur Folge, 1690, aber auch 1705,1738,1746, und 1755. Louis Gibert führt danach Treffen in „Gebetshäusern“ ein, hergerichtete Scheunen oder extra errichtete Gebäude.
Nach dem Konkordat zählt man nur noch 14 000 Protestanten im Departement Charente-Maritime.