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Die Bildhauerkunst im 16. Jahrhundert


Die großen protestantischen Bildhauer des 16. Jahrhunderts
Rathaus : J.Goujon und G. Budé
O. d'Haussonville

Im Frankreich des 16. Jahrhunderts, das sich der Renaissance öffnet, sind die ersten Künstler, die zählen, Italiener. Auf die Generation eines Dominique Florentin, der auf dem Bauplatz von Fontainebleau und in der Region von Troyes die Formen des Manierismus und das Erbe Michelangelos einführt, folgt die Zeit eines maßvolleren Ausdrucks, den die einheimischen Künstler, die die italienische Lehre mit dem antiken Beispiel verbanden, veranschaulichen. Jean Goujon (von 1540 bis 1567 bekannt) ist einer von ihnen, wie auch Barthélémy Prieur (etwa 1536-1611), ein Vertreter der nächsten Generation, der auf brillante Weise die Verbindung zum 17. Jahrhundert herstellt.

Ligier Richier (etwa 1500-1567), der bemerkenswerteste lothringische Bildhauer des 16. Jahrhunderts (zu einer Zeit, als das Herzogtum Lothringen von der französischen Krone unabhängig war), hält seine ganze Schaffenszeit hindurch an dem manieristischen Modell fest.

© Virtuelles Museum des französischen Protestantismus